Unsere Paten

Diese Personen und Institutionen machten sich für den Tabubruch in der Depression stark:

 

 

Im Juli 2013 selber an Depression erkrankt. Nach 2 Monaten Aufenthalt in einer Fachklinik für Psychiatrie wurde ich im Januar wieder entlassen. Ich stand im Regen. Kein Folgehilfe, Wartezeit bis zu einem Jahr. Spontane Entscheidung von mir: nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Bad Schwalbach gründete ich die Selbsthilfegruppe Idstein-Niedernhausen-Ängste-Depressionen-Blockaden um mir und gleichgesinnten "SELBST ZU HELFEN". Mir macht die Gruppe der ich vorstehe sehr viel Spaß und hilft mir mit jedem Tag mehr wieder in die Spur zu kommen. Die Teilnehmer geben mir das Gefühl das ich eine richtige Entscheidung getroffen habe und freuen sich immer wieder auf die Gruppenabende. Es gibt sehr viel zu tun.

Gerhard Roth
GE-RO Consult-Business & Hypnosecoach

„Leider merke ich immer wieder, dass sich viele Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, verstecken – aus Angst vor der Reaktion der Gesellschaft und ihres Umfelds. Ich habe gelernt, dass es absolut keinen Grund gibt, sich als Depressiver für seine Krankheit zu schämen, und man offen mit der Erkrankung umgehen sollte. Als Buch- und Blogautor möchte ich die Gesellschaft für diese Krankheit sensibilisieren und das Stigma durchbrechen, das leider immer noch an der Depression haftet. Mein Ziel ist es, vielen Betroffenen und Angehörigen zu helfen, ihnen Mut zu machen und sie dabei zu unterstützen, den Kampf gegen die Depression erfolgreich zu Ende zu führen.“

Jochen Schulz
Autor und Blogger

„Ich bin Patin, um mitzuhelfen, gegen die Diskriminierung an Depressionen erkrankter Mitmenschen zu kämpfen. Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie wenig Verständnis und Mitgefühl man erfährt, wenn man von dieser qualvollen Krankheit heimgesucht wird. Nicht mal in der eigenen Familie erfährt man Unterstützung. Das macht die Krankheit doppelt grausam. Es müsste viel mehr aufgeklärt werden, mehr geforscht werden und bessere Medikamente entwickelt werden, um den Erkrankten gegen die Stigmatisierung zu helfen, zumal immer mehr Menschen weltweit an Depressionen erkranken.“

Gabriela Maria Catania
Ehemalige Leiterin der Selbsthilfegruppe „Depressionen und Ängste“

Ich habe über viele Jahrzehnte Schmerzen und Symptome ertragen, für die es keine physischen Genesen gab. Nach der Diagnose des frühkindlichen Missbrauchs stürzte ich in eine Depression, die auch mit Suizidgedanken einherging. Ich hatte und habe das Glück, Unterstützung von meiner Partnerin und meinen Ärzten zu bekommen.

Durch meine Arbeit als Autorin möchte ich nun vielen Menschen Mut machen, nicht allein zu bleiben mit ihren Ängsten und Depressionen. Holen Sie sich Hilfe. Sagen auch Sie „Ja“ zu sich selbst und lassen Sie uns gemeinsam kämpfen für Toleranz in unserer Gesellschaft.

Marion Krüger
Autorin und Bloggerin

Ich selbst leide seit über 15 Jahren an der qualvollen Krankheit Depression. Ich erlebe jeden Tag die Symptome, die ein geregeltes Leben unmöglich machen. Kaum jemand kann sich vorstellen, dass man nicht einmal mehr die einfachsten Dinge – wie zum Beispiel den Haushalt zu führen – aus eigener Kraft stemmen kann. Extremste Schlafstörungen bringen alles aus dem Gleichgewicht.

In der breiten Öffentlichkeit gehört die Krankheit leider immer noch zu den Tabuthemen und Betroffene werden noch immer in viel zu großem Maße stigmatisiert. Dieser Zustand ist nicht vertretbar, hiergegen gilt es sich zu engagieren. Das Tabu MUSS gebrochen werden, und die Stigmatisierung der Betroffenen MUSS ein Ende haben.

Andreas von Wertheim
Schriftsteller (Brandenburg an der Havel)
Vorstandsmitglied der Tunnelblick Stiftung

„Es ist schon lange überfällig einen Tabubruch bei dem Thema Depression vorzunehmen. Ich habe es selbst erlebt wie hilflos sich Menschen von mir abgewendet haben, weil sie nicht wussten wie sie mit mir umgehen sollten. Ich war krank, aber mein Umfeld hat es nicht erkannt. Lange konnte ich hinter meiner Maske verbergen, dass ich einsam, traurig, starr und von Todessehnsüchten gepeinigt war. Diese Zeit ist vorbei, ich habe zurück ins Leben gefunden. Ich möchte nun dazu beitragen, dass die Öffentlichkeit aufgeklärt wird, denn kein Mensch darf sich schämen wenn er an einer depressiven Erkrankung leidet.
Es ist an der Zeit über Depressionen so zu reden wie über andere Krankheiten. Die Erkrankten brauchen Verständnis und Geborgenheit. Sie möchten zurück in ein lebenswertes Leben, aber Trauer und Schmerz sind zu stark um einen Blick für schöne Dinge zu haben. Nur wenn endlich das Schweigen gebrochen und Aufklärung betrieben wird können Erkrankte schneller und an Hilfe gelangen…welche sie so nötig haben.“

Werner Niebel
Leiter SHG Angst Panik Depressionen Odenwald / Reichelheim

"Die Erkrankung an einer Depression kann lebensbedrohlich sein. Sie führt sehr oft in absolute Einsamkeit und Rückzug, die Hilfe von außen extrem erschweren. Viele Erkrankte gehen erst zum Arzt, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist und das Leben stark beeinträchtigt. Erhalten sie dann keine erfolgreiche Behandlung, was leider sehr häufig ist, chronifiziert die Depression, das Vertrauen in die Medizin schwindet: der Depressive bleibt hoffnungslos allein zurück, verliert Arbeit und soziale Kontakte.
Damit Betroffene schneller erkennen, dass sie Hilfe benötigen und auch erwarten dürfen, muss das Stigma, das diese Krankheit verursacht, gelöscht werden.  Aufklärung tut Not, das Wissen, wie eine Depression sich äussert sowie das Verständnis darüber, dass sie behandelbar und kein Symptom eigener Schwäche ist.
Würden sich alle Depressive offen zu ihrer Erkrankung bekennen, darüber sprechen, wie es in ihnen aussieht, dann gäbe es kein Tabu - denn die Zahl der Betroffenen ist hoch - und sie steigt weiter.“

Kirsten Hass
Redakteurin und Autorin von "Schattendasein. Das unverstandene Leiden Depression"

„In einer Welt mit wachsendem Perfektionismus möchte jeder mitspielen können, um nicht unterzugehen. Wir Menschen sind aber nicht dafür geschaffen, perfekt zu sein. Die Fehlerhaftigkeit wird dann unter den Teppich gekehrt, der Schein nach außen bewahrt. Und die Seele verkümmert. Die Depression ist eine Krankheit, kein Bekloppten-Status. Jeder, der sie hat, möchte nicht in Watte gepackt werden, sondern Normalität erleben. Und jeder, der sie hat, braucht Menschen, die nicht davor flüchten.“ 

Tanja Salkowski
Autorin "sonnengrau"
Lübeck

Wir machen uns stark dafür, dass Menschen mit Depressionen nicht ausgegrenzt werden. Dass sie an ihren oft zahlreichen Fähigkeiten gemessen werden und nicht an dem, wozu sie während einer Depression nicht fähig sind. Dass die Familien des erkrankten Familienmitglieds gesehen und gestärkt werden, insbesondere die Kinder. Dass durch noch mehr Öffentlichkeitsarbeit eine weitere Sensibilisierung für dieses Krankheitsbild geschaffen. Dass es gelingt eine Vernetzung im Hilfesystem zu schaffen, um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten. Dass der Leidensdruck eines depressiven Menschen nicht so groß wird, dass sein einziger Ausweg eine Selbsttötung ist.

Monika Erdmeier
Vorsitzende Seele in Not e.V.
Remscheid

„Depressive Erkrankungen können jede und jeden treffen. Mit diesem Wissen wird es hoffentlich selbstverständlicher, sich medizinische und/oder psychotherapeutische Hilfe zu holen. Wegen einer Erkrankung muss sich niemand schämen.

Warum Frauen doppelt so häufig wie Männer an einer depressiven Erkrankung leiden, ist nicht abschließend bekannt. Falsch ist auf jeden Fall, eine Depression bei Frauen ausschließlich auf „die Hormone“ zu schieben und entsprechend zu behandeln. Auch hier brauchen wir noch mehr Gendermedizin.“

Mechthild Rawert
Mitglied des Deutschen Bundestags
Berlin

"Ich bin seit 2007 selbst von Depressionen betroffen. Zumindest weiß ich seit dieser Zeit davon. Depressionen entwickeln sich nicht von heute auf morgen. Sie schleichen sich langsam ein. Selbst erfährt man es vermutlich als Letzter.

Dabei könnte sowohl dem Betroffenen als auch den Angehörigen viel Leid erspart bleiben, wenn die Möglichkeit zur Intervention frühzeitig gegeben wäre. Aber vermutlich ist es so, dass das, was niemand sehen will, auch niemand sieht.

Ich wünsche mir Offenheit im Umgang mit der Depression. Fast jeder kann offen über alle möglichen Krankheiten sprechen und erfährt sogar Interesse. Über Depressionen mag niemand reden. Das Thema Depression ist immer noch sehr mit Scham behaftet. Und dabei müssten sich in diesem Zusammenhang ganz andere Personen schämen..."

Frank Bütow
Blogger

„Es muss für uns alle zur Selbstverständlichkeit werden, über psychische Störungen zu sprechen. Depressionen und Angststörungen sowie damit einhergehende Begleiterkrankungen sind die häufigsten psychischen Störungen. Es kann jeden treffen.

Die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen in unserer Gesellschaft verhindert oft eine rasche Diagnose und damit eine angemessene Therapie. Depressionen sind in der Regel gut behandelbare Erkrankungen.

Wir brauchen eine offene gesellschaftliche Diskussion – es gibt Hilfe. Sprechen wir darüber!“

Marco Todesco
Präsident Angst und Panikhilfe Schweiz

„Das Schlimmste was man einem depressiv kranken Menschen sagen kann ist: „Reiß Dich zusammen“. Es ist genau das, was diese Krankheit nicht zulässt.
Gerade in Unternehmen ist es besonders wichtig, dass die Führungsebene besser sensibilisiert wird um Anzeichen von Depressionen und/oder Burn Out ihrer Mitarbeiter frühzeitig zu erkennen. Noch besser wäre wenn Prävention durch geregelte Arbeitszeiten, einer „Work-Life-Balance“ sichergestellt würde. Der Burn-Out und die Depression kommen meist schleichend daher. Fast immer ist es zu spät wenn wir sie erkennen. Es darf auch etwas ganz Wichtiges nicht vergessen werden: Das Stresslevel und die Vorgeschichte ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Was der eine Mitarbeiter leicht bewältigt, ist für einen Anderen zuviel. Das heisst aber nicht, dass er schlechter ist. Er muss nur anders geführt werden. Meistens ist es eher der Druck der belastet und krank macht und nicht das Arbeitsvolumen. Nicht jeder Mensch braucht Druck um gut zu arbeiten. Ich wünsche mir mehr Wissensdurst in den Unternehmen über diese Krankheitsbilder und die Prävention.“

Sandra Heim
Director of Human Resources, Hyatt Regency Düsseldorf

„Ich weiß aus persönlichen Erfahrungen mit besten Freunden, dass es jeden treffen kann. Absolut jeden, gleich welcher intellektuellen oder ökonomischen Schicht. Krankheiten können geheilt werden. Unabdingbare Voraussetzung ist allerdings ein tabuloser Umgang. Deswegen unterstütze ich das Dialogforum Depression.“

Yves Jansen
Theaterregisseur und Autor

„Aus Angst nicht mehr ein Teil dieser Leistungsgesellschaft zu sein, steht man doch permanent unter Druck. Man soll immer und überall funktionieren und darf nie Schwäche zeigen. Dass dies auf Dauer nicht möglich ist, zeigt die anzeigende Anzahl an Betroffenen leider nur zu gut! Deswegen es ist sehr wichtig, dass sich die öffentliche Sicht Depressionen gegenüber ändert! Denn dann wird es auch für die Betroffenen leichter, sich Hilfe zu suchen.“

Jasmin von der Born
Schauspielerin

„Sich verkriechen, keine Lust auf gar nichts, Trägheit, Leere, Suizidgedanken, Scham, Angst... Dafür gibt es in unserer wettbewerbsorientierten, hochglanzpolierten Erfolgswelt scheinbar keine Platz. Deshalb bleiben viele Betroffene stumm - und allein.
Grübeln, mutlos sein, ausgebrannt, müde, emotionslos, voll Zweifel, Panikattacken, Schuld, sich verkriechen... Ein Teufelskreis, den man nur mit Babyschritten durchbrechen kann. Für einen depressiven Menschen ist so ein kleiner Schritt unendlich schwierig - vielleicht so, wie wenn ein Marathonläufer nach 41km einen Berg hinauflaufen soll. Kein Mensch würde von dem Marathonläufer da noch eine Höchstleistung verlangen. Aber der Depressive macht sich Selbstvorwürfe und Schuldgefühle, weil er eben nicht mehr „funktioniert". Vielleicht ist es aber auch unsere Gesellschaft, die nicht mehr funktioniert. Und die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Depression eine Chance, wieder heil zu werden.“

Birgit Stauber
Schauspielerin

"Depressionen brauchen Aufmerksamkeit. Ich wurde bereits mit vielen Facetten der Depression konfrontiert. Jene, die im frühen Tod endete und nicht erkannt wurde. Und solche, die sich durch professionelle Hilfe wieder Freude am Leben zurück geholt hat. Es ist wichtig sie zu erkennen, zu akzeptieren und zu behandeln, ob als Betroffener oder Betrachter. Als Künstler kommt man oft mit Depressionen in Kontakt. Doch ich habe die Möglichkeit, die dabei entstehenden Emotionen zu kanalisieren und künstlerisch in etwas Positives zu verwandeln."

Jülide Girisken
Schauspielerin

„Ich bin Pate für das "Dialogforum Depression", da ich in einem Beruf arbeite, in dem ich recht häufig mit Betroffenen zu tun habe und mich selber als Betroffenen nicht ausschließen kann. Diese Krankheit verlangt nach mehr öffentlichem Interesse. Viele kreative Menschen betrachten ihre Depression als Zoll, der für ihre Kreativität gezahlt werden muss. Sie wird schön geredet und als Alibi eingesetzt. In der Presse werden Depressionen nur abgehandelt, wenn es bei Betroffenen meist schon zu spät ist oder eine kritische Selbstmedikation eingesetzt hat. Menschen, die unter Depressionen leiden, muss Mut zu einem gesunden Leben gemacht werden.“

Moritz von Zeddelmann
Schauspieler

"Das Thema Depression spielt in meiner Familie schon seit leider fast zwei Jahrzehnten eine Rolle.
Ein ständiger Schatten begleitet das Leben.
Sowohl die ärztliche als auch die Hilfe von Freunden und der Familie ist sehr beschränkt und der Weg aus der Krankheit oft langwierig.
Es bleibt zu hoffen, dass die Akzeptanz und auch das Verständnis nicht Erkrankter wachsen und somit ein Weg zur allgemeinen Besserung geschaffen wird."

Sophie Meister
Schauspielerin und Model

"Eine Freundin fing an, sich von uns Freunden mehr und mehr zurückzuziehen. Bald dunkelte sie ihre Wohnung ab. Tagsüber! Irgendwann ging sie nicht mehr vor die Tür. Kurz darauf zog sie sich in ihr verdunkeltes Schlafzimmer zurück und verließ es für eine lange Zeit nicht mehr. Wir Freunde konnten das alles nicht verstehen. Alles Zureden, Locken, Drohen, Weinen half nicht. Erst ihren Eltern gelang es, sie zu einem Arzt zu bringen. Schnell war die Diagnose klar: Depression! Und jetzt, wo jemand das Kind beim Namen genannt hatte, konnte unsere Freundin endlich Hilfe annehmen. Mittlerweile geht es ihr wieder gut. Aber es war ein harter und langer Weg. Vielleicht hätten wir ihr eher helfen können, hätten wir den Mut gehabt die Symptome zu erkennen. Aber Depression war und ist noch immer ein Wort, das man lieber hinter vorgehaltener Hand ausspricht. Das darf nicht sein."

Daniel Höra
Schriftsteller

„Die Hoffnungslosigkeit, die Dunkelheit der Seele, wo immer sie her kommen oder sitzen mag, verlangt den Erkrankten, den Angehörigen, Partnern und Freunden sehr viel ab. Sie strengt an. Je weniger Depressionen trotz der teilweise sehr ungemütlichen Empfindungen und Stimmungen um sie herum tabuisiert werden, umso mehr Kraft können auch die betroffenen Patienten und Angehörigen auf den wesentlichen Bewältigungsprozess verwenden.

Wenn das Umfeld der Patienten ähnlicher Wärme und Solidarität sicher wäre wie bei vielen körperlichen Erkrankungen, wäre den betroffenen Menschen geholfen. Da fängt für mich Toleranz an. Eine, die sich einer Herausforderung stellt, an der man als Individuum und Gesellschaft wachsen kann, ohne zu tabuisieren oder - manchmal noch respektloser – süßlich daher zu reden....“

Enno Kalisch
Schauspieler
Bonn

"Unsere Großeltern hatten Rückenschmerzen, wir haben Depressionen. Lasst es uns als das betrachten was es ist: Eine Volkskrankheit, an der jeder erkranken kann. Also macht den Mund auf und redet miteinander." 

Andreas Hammer
Schauspieler

"Depression zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten und auch unter Schauspielern ist Depression keine Seltenheit.
Sich psychologische Hilfe zu holen, steht leider zu oft noch an letzter Stelle auf der To-do Liste – aus verständlichen Gründen. Aber wie in jeder Krankheit steckt auch in der Depression eine Botschaft. Es gilt, ein ungeahntes, kraftvolles Potential zu befreien!
Auch ich bin der Depression begegnet und habe wunderbare Therapeuten gefunden. Und nun werde ich nicht müde, überall zu erzählen, dass ich mit meinen Zusatzausbildungen (HP Psychotherapie und Behandlungstechniken), Menschen in depressiven Phasen zur Seite zu stehen kann."

Silke Matthias
Schauspielerin

„Nicht umsonst gibt es einen großen Unterschied zwischen den zwei Zuständen 'deprimiert sein' und 'depressiv sein'. Die Schwere der Krankheit Depression sollte unbedingt mehr Aufmerksamkeit bekommen. Auch vermeintlich glückliche und erfolgreiche Menschen unterschätzen ihren Zustand und verpassen den Gradwechsel von 'deprimiert' zu 'depressiv'.

Prävention und Hilfe sind genau hier absolut erforderlich und treten bei Depression leider noch viel zu sehr in den Hintergrund – und das, wo fast jeder Fünfte in Deutschland in seinem Leben eine Depression hat oder hatte.“

Ronja Prinz
Schauspielerin

„Depression ist eine ernstzunehmende und furchtbare Krankheit. Depressive wissen oft nicht was mit ihnen los ist - bis das Zusammenleben unerträglich wird, weil man den langsamen Verfall von Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern mitbekommt. Das wichtigste ist der Zusammenhalt und Kommunikation. Wenn man Depressionen in seinem Umfeld mitbekommt, sollte man sich dafür einsetzten, dass die Betroffenen ärztliche Hilfe aufsuchen. Keiner will einen lieben Menschen verlieren indem er weggeschaut hat.“

Ayman Cherif
Schauspieler

"Es ist schwer zu verstehen, dass Depressionen, die jeder so gut kennt - sei es durch Trennungen oder Verlust - so stark unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit gehalten werden können. Es ist beschämend, denn eine Gesellschaft sollte ihre Mitglieder stützen und nicht allein lassen. Es ist längst Zeit für einen Wandel, für einen Bruch mit dem Tabu Depression."

Johannes Franke
Schauspieler, Komiker, Zauberer und Jongleur

„Depression ist eine Krankheit, die tödlich verlaufen kann, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

Ein gesellschaftlich angstfreier Umgang mit dem Thema Depression würde vielen Betroffenen helfen, die ersten Anzeichen bei sich selbst zu erkennen und sich professionell helfen zu lassen. Darum ist ein Tabubruch dringend nötig, denn je früher eine Depression diagnostiziert und behandelt wird, umso besser stehen die Chancen auf Heilung.

Dies ist kein politisches Thema, das sich durch ein Kreuzchen bei der nächsten Wahl verändern ließe: Hier ist der Mut und das Engagement jedes Einzelnen im Alltag gefragt.“

Marc Sahr
Sänger der Wise Guys

„In letzter Zeit hört und liest man so viel über Menschen, die unter der Krankheit Depression leiden. Oft sind es Menschen, von denen man nie gedacht hätte, dass es ihnen schlecht geht und sie leiden. Ich versuche mir dann vorzustellen, wie schwer es für die jeweilige Person gewesen sein muss, so lange zu schweigen, wie es ist, in der Öffentlichkeit mit einer Art Maske zu leben.

Diese Krankheit begleitet auch sehr viele junge Menschen. Es darf einfach kein Tabu sein, darüber zu sprechen. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, die hinsieht und sich dem Thema annimmt. Denn ich denke, allein das wäre eine große Erleichterung für jede und jeden Betroffenen.“

Michaela Spänle
Schauspielerin

„Kein Tabu für jegliche Krankheit, auch nicht für die einer Gesellschaft!“

Ingolf Brökel
Hochschullehrer und Autor

„Depression ist so gefährlich, weil sie sich so leise in das Leben schleicht und weder von den Betroffenen selbst, noch von dem sozialen Umfeld als solche wahrgenommen wird. Sie umgibt die Person wie eine unsichtbare Wolke, die oft erst sichtbar wird wenn es fast zu spät ist. Aufklärungskampagnen, z.B. in kurzen Zeichentrickspots, wie dies bereits in den USA der Fall ist, wären hilfreich, damit die Erkrankung eher erkannt wird und die Hilfesysteme aufgesucht werden können.“

 

Dagmar Schilka
Rehapsychologin
Lebenswelten e.V. Berlin

"Es ist wichtig, den Betroffenen klar zu zeigen, dass sie nicht alleine sind mit dieser Krankheit. Ich bin für einen Tabubruch in der Depression, weil unsere gesellschaftliche Anteilnahme genauso notwendig ist, wie eine medizinisch therapeutische Behandlung."

Ali Bulgan
Schauspieler

„Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben aber muss man vorwärts.“
Sören Kierkegaard

„Ein Tabubruch in Bezug auf die Krankheit Depression ist u.a. auch deshalb notwendig, damit nicht unzählige Menschen eine „gesellschaftlich akzeptierte“ Burnout-Diagnose erhalten, die eigentlich unter einer Depression leiden.“

 

Christiane Watzel
Diplom Psychologin
Praxisgemeinschaft GesprächFreiRaum
München

„Es ist eine der Aufgaben eines Schriftstellers dem Seelenleben seiner Figuren nachzuspüren. Es gab aber auch mal eine Zeit, da waren die Figuren wie erstarrt. Nichts sprach mehr zu mir. Fad und farblos vergingen die Tage und plötzlich merkte ich, da waren aber schon zwei Jahre vergangen, dass ich selbst der Mensch war, der in Not ist. Da half dann nur noch sprechen und sich Hilfe holen, um sich langsam wieder an sich selbst heranzuführen. Noch heute blicke ich mit unaufhörlichem Entsetzen auf diese Jahre hinab, die ich dennoch um keinen Preis mehr missen möchte.“

Jan Peter Bremer
Schriftsteller

 

„Ich wünsche mir für die Betroffenen ein vielfältiges und leicht zugängliches Therapieangebot nach frühzeitiger Diagnose. Für die Angehörigen Zugang zu Information, Trost und Hilfe in engmaschig vernetzten Foren, Selbsthilfegruppen und Initiativen. Letztlich für alle. Denn Depression begegnet uns allen.“

Sebastian Schlösser
Autor „Lieber Matz, dein Papa hat ‘ne Meise“
Hamburg

"Ich halte einen Tabubruch in der Depression für äußerst wichtig, damit betroffene Menschen sich nicht davor scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Erst wenn unsere Gesellschaft offen mit dieser Erkrankung umgeht und eine aktive Aufklärung stattfindet, werden viele den Mut finden, die Krankheit zu bekämpfen."

Christiane Imdahl
Moderatorin und Journalistin
Düsseldorf

"Mein Freund M. war viele Jahre lang ein nicht zu bremsender Künstler und Ideengeber. Im depressiven Stadium ließ er niemand an sich heran. Er hasste es, Tabletten zu schlucken, wollte erleben, durchleben, was ihm die Höhenflüge und die Abstürze in die Einsamkeit bringen. Er überlebte sie nicht. – Depressive Menschen mit ihrer Krankheit allein zu lassen, erscheint mir seitdem verantwortungslos. Sie brauchen jede Chance, offen darüber zu reden, und sensible Helfer, die sie ernst nehmen, ihre Persönlichkeit achten."

Bernd Kebelmann
Diplom-Chemiker, Autor, blind

"Auch wenn unser Leben als Leistungssportler vielleicht nicht zu den gewöhnlichsten gehört, so sind wir doch auch ganz normale Menschen, zu denen auch Probleme und Sorgen gehören. Unser Leben ist gekennzeichnet durch stetiges Auf und Ab, Leistungsdruck begleitet uns durch die Karriere. Deshalb ist auch das Thema Depression im sportlichen Umfeld präsent, wird aber nur durch tragische, prominente Fälle bemerkt. Ich bin überzeugt davon, dass den meisten Betroffenen geholfen werden könnte, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt und nicht verdrängt würde."

Andrea Henkel
Biathletin und Olympiasiegerin

„Depression verändert das Leben – das eigene wie das der Angehörigen. Manchmal schleicht sie sich ins Leben, ins Miteinander ein und beschwert es. Es braucht Mut, das Tabu zu brechen und das Sich-ausgeliefert-Fühlen zu überwinden.“

Dr. Bernd Blömeke
Geschäftsstelle der Evangelischen
Konferenz für TelefonSeelsorge
und Offene Tür e. V. Berlin

„Wenn man auch im unmittelbaren Umfeld mit der Krankheit Depression nicht selbst konfrontiert ist, so kann man sich doch nicht der Tatsache verschließen, wie hoffnungslos, allein und traurig depressive Menschen durch ihr Leben gehen… Wir dürfen sie nicht allein lassen, jeder kann betroffen sein und mehr und mehr Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Die Gesellschaft – WIR – die wir uns gegenseitig immer mehr abfordern, im Job, in der Familie, muss auch bereitstehen, diesen Menschen offen und hilfreich gegenüberzutreten und sie aufzufangen. Depression darf kein Tabu sein, das Schicksal von Robert Enke, von Silvia Seidel, Adolf Merckle oder von Tony Scott und all den der anderen, die keinen Ausweg aus der Krankheit fanden, sollte Mahnung genug sein.“

Katja Desens
Moderatorin RTL 104,6

„In Zeiten steigender Schnelllebigkeit gaukeln wir uns permanente Makellosigkeit in allen Lebenssituationen vor! Wir bauen an einer Fassade und versuchen Schwächen und Fehler komplett aus unserem Leben zu verbannen. Wer da nicht mithält, rutscht leicht ins gesellschaftliche Abseits. Die Krankheit Depression unterliegt so noch immer einem Tabu. Ich möchte dazu beitragen, dass Menschen mit dieser Krankheit offen umgehen können und sich nicht allein gelassen fühlen müssen.“

Erik Studte
Schauspieler

„Immer wieder erlebe ich große Dankbarkeit von ehemaligen Patienten für erfahrene medizinische und menschliche Hilfe. Depressionen sind kein Schicksal, dem man hoffnungslos ausgeliefert bleibt! Hilfe ist möglich, das Leben kann sich wieder gut sortieren. Anders zwar, aber auch mit neuen Chancen und Möglichkeiten. Das geht nur gemeinsam. Deswegen brauchen betroffene Menschen und ihre Angehörigen die Unterstützung unserer Gesellschaft. Es lohnt sich, für uns alle!“

 

Gottfried Cramer
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Leiter Kommunikation und Marketing
Klinik Hohe Mark
Oberursel

"Die Suizidalität bei schweren Depressionen liegt bei rund 15%. Ich unterstütze das Dialogforum, weil durch den Tabubruch und bessere Aufklärung in der Bevölkerung die Erkrankung früher erkannt würde, Betroffene würden sich schneller in Behandlung begeben. Dadurch könnte die Behandlung früher einsetzen und die Mortalität von Depression gesenkt werden."

Mag. Claudia Fallmann
Klinische- und Gesundheitspsychologin
Klagenfurt

 
 
 

„Es reicht nicht, einmal im Jahr betroffen zu sein, wenn sich ein Fußballspieler, eine Schauspielerin oder ein Politiker öffentlich aus der Deckung wagt. Deshalb unterstütze ich den Tabubruch in der Depression, damit endlich klar wird, dass wir als Gesellschaft gefordert sind. Und Gesellschaft ist jeder von uns.“

Patrick Hofmacher
Geschäftsleitung MW Malteser Werke gemeinnützige GmbH
Köln

„Gerade in Zeiten, in denen Verstellung und Maskerade als erstrebenswerter Lifestyle' propagiert und den Menschen überall Strategien der perfekten' Selbstvermarktung mit an die Hand gegeben werden, ist es wichtig, den Tabubruch in der Depression zu unterstützen.“

Alexandra Kröber
Moderatorin / Redakteurin
Berlin

„Depressionen sind kein unbeeinflussbares Schicksal, sondern gut behandelbare Erkrankungen. Reden wir darüber!“

Prof. Dr. med. Achim Haug
Clienia Krisenintervention Schweiz
Winterthur

„Depression und BurnOut sind nicht dasselbe und sind unterschiedlich zu behandeln. Leider ist dies vielen Ärzten nicht bekannt und die Leidtragenden sind immer die Betroffenen. Das muss nicht sein.
Eine Aufklärung über diese Tabuthemen ist absolut notwendig, denn es kann jeden von uns treffen.“

Birgit Fehst
Moderatorin / HP Psychotherapie / Trainerin & Coach /
Regionalkoordinatorin Berlin Burnout-Zentrum e.V.

"Als Kind habe ich miterlebt, wie meine Mutter an Depression erkrankte und wie lange es gedauert hat, bis ihr Umfeld diese ernst genommen hat. Schlimmer jedoch als das teilweise Unverständnis  von nahe stehenden Menschen, ist für mich die Erkenntnis, dass sie selbst sehr lange gebraucht hat, um sich nicht als Versagende zu fühlen sondern als Opfer einer Krankheit zu begreifen. Ich wünsche mir, dass in der breiten Öffentlichkeit ein Bewusstsein für Depression als Krankheit entsteht, weil es den Betroffenen aber auch deren Umfeld nur so möglich ist, mit dieser Erkrankung optimal umzugehen."

Dieter Bach
Schauspieler

“Über Depression zu sprechen darf kein Tabu mehr sein, zu weitverbreitet ist dieses Phänomen. Die Betroffenen sollen sich weiterhin als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft fühlen dürfen!”

Susanne Wölfle-Handlos
Diplom Psychologin
Wien

„Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sind unbehandelt folgenreiche Störungen, welche jedoch relativ gut auf Psychotherapie ansprechen.“

Timm Boldt
Diplom Psychologe
Kolkwitz

„Ich halte in vielen Fällen die Depression für den Ausdruck einer menschlichen Resignation und Ohnmacht, die sich regelmäßig vor dem lebensgeschichtlichen Hintergrund der Betroffenen und dem gesellschaftlichen Gefüge abspielt. Daher unterstütze ich die Initiative Tabubruch in der Depression.“

Hermann Galle
Praxis für Psychotherapie
Heiden

„Zu viele Menschen werden mit ihrer Depression allein gelassen. Vor allem, weil sie Angst vor den Reaktionen aus ihrem Umfeld haben. Das ist ein Teufelskreis.
Daher muss endlich ein Zeichen gesetzt werden! Depression darf kein Tabuthema mehr sein.“

Alexandra Tapprogge
Moderatorin / Journalistin
Bremen

"Für mein Empfinden sollte man wie zur Krebsvorsorge auch zur „Psycho-Vorsorge“ gehen.
Aber die  Beschäftigung mit der eigenen Seele wird bei uns immer noch belächelt und "unmännlich" ist es allemal.
Diese "Vorsorge" würde mit Sicherheit viele Depressionen, die im Verborgenen blühen und irgendwann ausbrechen, abbauen helfen.
Vor allem aber  wäre dem einzelnen Menschen garantiert ein Stück Lebensqualität geschenkt!"

 

Ursela Monn
Schauspielerin

"Tabus zu brechen und darüber zu reden ist schwieriger als man denkt.
Aber es hilft, Probleme zu lokalisieren, von denen Depressionen stammen.
In diesem Sinne: Brich und Sprich und es verändert nicht nur Dich!"

Lennard Bertzbach
Schauspieler und Musiker
Bremen

„Schätzungsweise vier Millionen Mitmenschen leiden in Deutschland an Depressionen. Oft wissen sie es nicht, oder schämen sich schlicht und ergreifend, es sich selber und ihren Angehörigen gegenüber einzugestehen.
Sie brauchen unsere Hilfe. Und dazu ist es dringend notwendig, Aufmerksamkeit zu generieren. Denn erst wenn die Symptome erkannt werden, kann die Behandlung beginnen. Helfen auch Sie mit - verschließen Sie nicht die Augen!“

 

Gregor Teicher
Sportjournalist / Moderator SKY
München

 
 

„Depression verkleidet sich gerne, umso wichtiger ist es über sie zu sprechen!
Verkleidungen wie psychosomatische Reaktionen infolge anhaltender Belastungen oder Dauerstress, genannt ‚Depression im Rahmen eines Burnout‘. Bei Männern, oft verkleidet als mieselsüchtiges oder aggressives Verhalten. Depression ist behandelbar! Betroffene können Lebenszufriedenheit erreichen und (wieder) lernen, mit allen Sinnen zu leben, Freude, Genuss und Glücksmomente zu empfinden.“

Beate Handler
Diplom Psychologin, Psychotherapeutin, Autorin
Wien

„Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr Menschen fallen mir aus meinem eigenen Umfeld über die Jahre ein, die der Depression zum Opfer gefallen sind.
Deswegen setze ich mich für die Aufklärung und den Tabubruch ein. Ich hoffe, dass in Zukunft Betroffenen schneller geholfen werden kann und das Schweigen gebrochen wird.“

Kimsy von Reischach
Moderatorin
Stuttgart

„Depression geht uns alle an!
Nicht nur weil hierzulande knapp 4 Millionen Menschen daran leiden, sondern weil jeder von uns davon betroffen sein kann. Wir müssen lernen, mit dieser lebensbedrohlichen Krankheit anders umzugehen, sie nicht als Stigma oder Ausdruck persönlichen Versagens zu betrachten. Das ist die Voraussetzung für eine optimale Hilfe und Behandlung. Deswegen müssen wir über dieses Thema offen reden - jetzt!“

Rudy C. Meidl
Arzt / Moderator
Frankfurt a.M.

„Durch den Verlust eines nahestehenden Menschen bin ich vor zehn Jahren erstmals mit dem Thema Depression konfrontiert worden, damals ein absolutes Tabuthema. Nach dem Suizid eines guten Freundes im letzten Jahr musste ich erschreckt feststellen, dass sich bezüglich der Aufklärung wenig getan hat. Depression darf nicht länger stigmatisiert werden - eine Depression ist eine meist behandelbare Krankheit, für die der Betroffene nichts kann. Wegsehen und verschweigen kann tödlich sein. Wenn wir dieses Thema offen und ohne Vorurteile angehen, können wir Leben retten!“

Sarah Wild
Moderatorin / Journalistin
München

„Unser aller Ziel muss eine Gesellschaft sein, die offen und tolerant mit psychischen Erkrankungen umgeht. Um dies zu erreichen, beteiligt sich die DGBS als Pate des Dialogforums Depression."

Dietmar Geissler
Leiter Referat Selbsthilfenetzwerk und Betroffenensprecher bei der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS)



Unsere Paten

 

 

Achterbahn, Plattform für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung [Graz]
Alexander & Annika Bothe, Dieser Weg - Zurück ins Leben - Interessengemeinschaft für Angehörige und Betroffene von Depression, PTBS und Dissoziativen Störungen [Volkach]

„Gerade in Zeiten, in denen Verstellung und Maskerade als erstrebenswerter Lifestyle' propagiert und den Menschen überall Strategien der perfekten' Selbstvermarktung mit an die Hand gegeben werden, ist es wichtig, den Tabubruch in der Depression zu unterstützen.“

Alexandra Kröber
Moderatorin / Redakteurin
Berlin

„Zu viele Menschen werden mit ihrer Depression allein gelassen. Vor allem, weil sie Angst vor den Reaktionen aus ihrem Umfeld haben. Das ist ein Teufelskreis.
Daher muss endlich ein Zeichen gesetzt werden! Depression darf kein Tabuthema mehr sein.“

Alexandra Tapprogge
Moderatorin / Journalistin
Bremen

"Es ist wichtig, den Betroffenen klar zu zeigen, dass sie nicht alleine sind mit dieser Krankheit. Ich bin für einen Tabubruch in der Depression, weil unsere gesellschaftliche Anteilnahme genauso notwendig ist, wie eine medizinisch therapeutische Behandlung."

Ali Bulgan
Schauspieler

"Auch wenn unser Leben als Leistungssportler vielleicht nicht zu den gewöhnlichsten gehört, so sind wir doch auch ganz normale Menschen, zu denen auch Probleme und Sorgen gehören. Unser Leben ist gekennzeichnet durch stetiges Auf und Ab, Leistungsdruck begleitet uns durch die Karriere. Deshalb ist auch das Thema Depression im sportlichen Umfeld präsent, wird aber nur durch tragische, prominente Fälle bemerkt. Ich bin überzeugt davon, dass den meisten Betroffenen geholfen werden könnte, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt und nicht verdrängt würde."

Andrea Henkel
Biathletin und Olympiasiegerin

"Unsere Großeltern hatten Rückenschmerzen, wir haben Depressionen. Lasst es uns als das betrachten was es ist: Eine Volkskrankheit, an der jeder erkranken kann. Also macht den Mund auf und redet miteinander." 

Andreas Hammer
Schauspieler

Ich selbst leide seit über 15 Jahren an der qualvollen Krankheit Depression. Ich erlebe jeden Tag die Symptome, die ein geregeltes Leben unmöglich machen. Kaum jemand kann sich vorstellen, dass man nicht einmal mehr die einfachsten Dinge – wie zum Beispiel den Haushalt zu führen – aus eigener Kraft stemmen kann. Extremste Schlafstörungen bringen alles aus dem Gleichgewicht.

In der breiten Öffentlichkeit gehört die Krankheit leider immer noch zu den Tabuthemen und Betroffene werden noch immer in viel zu großem Maße stigmatisiert. Dieser Zustand ist nicht vertretbar, hiergegen gilt es sich zu engagieren. Das Tabu MUSS gebrochen werden, und die Stigmatisierung der Betroffenen MUSS ein Ende haben.

Andreas von Wertheim
Schriftsteller (Brandenburg an der Havel)
Vorstandsmitglied der Tunnelblick Stiftung

Angst- und Panikhilfe Schweiz (APhS) [Bern]

„Depression ist eine ernstzunehmende und furchtbare Krankheit. Depressive wissen oft nicht was mit ihnen los ist - bis das Zusammenleben unerträglich wird, weil man den langsamen Verfall von Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern mitbekommt. Das wichtigste ist der Zusammenhalt und Kommunikation. Wenn man Depressionen in seinem Umfeld mitbekommt, sollte man sich dafür einsetzten, dass die Betroffenen ärztliche Hilfe aufsuchen. Keiner will einen lieben Menschen verlieren indem er weggeschaut hat.“

Ayman Cherif
Schauspieler

 
 

„Depression verkleidet sich gerne, umso wichtiger ist es über sie zu sprechen!
Verkleidungen wie psychosomatische Reaktionen infolge anhaltender Belastungen oder Dauerstress, genannt ‚Depression im Rahmen eines Burnout‘. Bei Männern, oft verkleidet als mieselsüchtiges oder aggressives Verhalten. Depression ist behandelbar! Betroffene können Lebenszufriedenheit erreichen und (wieder) lernen, mit allen Sinnen zu leben, Freude, Genuss und Glücksmomente zu empfinden.“

Beate Handler
Diplom Psychologin, Psychotherapeutin, Autorin
Wien

  • Beate Otte-Frank, Menschen-s-Kinder e.V. [Schotten]

"Mein Freund M. war viele Jahre lang ein nicht zu bremsender Künstler und Ideengeber. Im depressiven Stadium ließ er niemand an sich heran. Er hasste es, Tabletten zu schlucken, wollte erleben, durchleben, was ihm die Höhenflüge und die Abstürze in die Einsamkeit bringen. Er überlebte sie nicht. – Depressive Menschen mit ihrer Krankheit allein zu lassen, erscheint mir seitdem verantwortungslos. Sie brauchen jede Chance, offen darüber zu reden, und sensible Helfer, die sie ernst nehmen, ihre Persönlichkeit achten."

Bernd Kebelmann
Diplom-Chemiker, Autor, blind

„Depression und BurnOut sind nicht dasselbe und sind unterschiedlich zu behandeln. Leider ist dies vielen Ärzten nicht bekannt und die Leidtragenden sind immer die Betroffenen. Das muss nicht sein.
Eine Aufklärung über diese Tabuthemen ist absolut notwendig, denn es kann jeden von uns treffen.“

Birgit Fehst
Moderatorin / HP Psychotherapie / Trainerin & Coach /
Regionalkoordinatorin Berlin Burnout-Zentrum e.V.

„Sich verkriechen, keine Lust auf gar nichts, Trägheit, Leere, Suizidgedanken, Scham, Angst... Dafür gibt es in unserer wettbewerbsorientierten, hochglanzpolierten Erfolgswelt scheinbar keine Platz. Deshalb bleiben viele Betroffene stumm - und allein.
Grübeln, mutlos sein, ausgebrannt, müde, emotionslos, voll Zweifel, Panikattacken, Schuld, sich verkriechen... Ein Teufelskreis, den man nur mit Babyschritten durchbrechen kann. Für einen depressiven Menschen ist so ein kleiner Schritt unendlich schwierig - vielleicht so, wie wenn ein Marathonläufer nach 41km einen Berg hinauflaufen soll. Kein Mensch würde von dem Marathonläufer da noch eine Höchstleistung verlangen. Aber der Depressive macht sich Selbstvorwürfe und Schuldgefühle, weil er eben nicht mehr „funktioniert". Vielleicht ist es aber auch unsere Gesellschaft, die nicht mehr funktioniert. Und die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Depression eine Chance, wieder heil zu werden.“

Birgit Stauber
Schauspielerin

"Ich halte einen Tabubruch in der Depression für äußerst wichtig, damit betroffene Menschen sich nicht davor scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Erst wenn unsere Gesellschaft offen mit dieser Erkrankung umgeht und eine aktive Aufklärung stattfindet, werden viele den Mut finden, die Krankheit zu bekämpfen."

Christiane Imdahl
Moderatorin und Journalistin
Düsseldorf

Clienia Krisenintervention Schweiz [Winterthur]
Clienia Privatklinik Littenheid [Littenheid]
Clienia Privatklinik Schlössli [Oetwil am See]
Corinne Walliser, Fachpsychologin für Psychotherapie [Bern]

„Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben aber muss man vorwärts.“
Sören Kierkegaard

„Ein Tabubruch in Bezug auf die Krankheit Depression ist u.a. auch deshalb notwendig, damit nicht unzählige Menschen eine „gesellschaftlich akzeptierte“ Burnout-Diagnose erhalten, die eigentlich unter einer Depression leiden.“

 

Christiane Watzel
Diplom Psychologin
Praxisgemeinschaft GesprächFreiRaum
München

„Depression ist so gefährlich, weil sie sich so leise in das Leben schleicht und weder von den Betroffenen selbst, noch von dem sozialen Umfeld als solche wahrgenommen wird. Sie umgibt die Person wie eine unsichtbare Wolke, die oft erst sichtbar wird wenn es fast zu spät ist. Aufklärungskampagnen, z.B. in kurzen Zeichentrickspots, wie dies bereits in den USA der Fall ist, wären hilfreich, damit die Erkrankung eher erkannt wird und die Hilfesysteme aufgesucht werden können.“

 

Dagmar Schilka
Rehapsychologin
Lebenswelten e.V. Berlin

"Eine Freundin fing an, sich von uns Freunden mehr und mehr zurückzuziehen. Bald dunkelte sie ihre Wohnung ab. Tagsüber! Irgendwann ging sie nicht mehr vor die Tür. Kurz darauf zog sie sich in ihr verdunkeltes Schlafzimmer zurück und verließ es für eine lange Zeit nicht mehr. Wir Freunde konnten das alles nicht verstehen. Alles Zureden, Locken, Drohen, Weinen half nicht. Erst ihren Eltern gelang es, sie zu einem Arzt zu bringen. Schnell war die Diagnose klar: Depression! Und jetzt, wo jemand das Kind beim Namen genannt hatte, konnte unsere Freundin endlich Hilfe annehmen. Mittlerweile geht es ihr wieder gut. Aber es war ein harter und langer Weg. Vielleicht hätten wir ihr eher helfen können, hätten wir den Mut gehabt die Symptome zu erkennen. Aber Depression war und ist noch immer ein Wort, das man lieber hinter vorgehaltener Hand ausspricht. Das darf nicht sein."

Daniel Höra
Schriftsteller

  • Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS) [Dresden]

"Als Kind habe ich miterlebt, wie meine Mutter an Depression erkrankte und wie lange es gedauert hat, bis ihr Umfeld diese ernst genommen hat. Schlimmer jedoch als das teilweise Unverständnis  von nahe stehenden Menschen, ist für mich die Erkenntnis, dass sie selbst sehr lange gebraucht hat, um sich nicht als Versagende zu fühlen sondern als Opfer einer Krankheit zu begreifen. Ich wünsche mir, dass in der breiten Öffentlichkeit ein Bewusstsein für Depression als Krankheit entsteht, weil es den Betroffenen aber auch deren Umfeld nur so möglich ist, mit dieser Erkrankung optimal umzugehen."

Dieter Bach
Schauspieler

„Unser aller Ziel muss eine Gesellschaft sein, die offen und tolerant mit psychischen Erkrankungen umgeht. Um dies zu erreichen, beteiligt sich die DGBS als Pate des Dialogforums Depression."

Dietmar Geissler
Leiter Referat Selbsthilfenetzwerk und Betroffenensprecher bei der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS)



„Depression verändert das Leben – das eigene wie das der Angehörigen. Manchmal schleicht sie sich ins Leben, ins Miteinander ein und beschwert es. Es braucht Mut, das Tabu zu brechen und das Sich-ausgeliefert-Fühlen zu überwinden.“

Dr. Bernd Blömeke
Geschäftsstelle der Evangelischen
Konferenz für TelefonSeelsorge
und Offene Tür e. V. Berlin

  • Dr. Hubert Buschmann, AHG Klinik Tönisstein [Bad Neuenahr-Ahrweiler]
  • Dr. Richard Kuhnen, Psychotherapiepraxis Stiftshof [Kassel-Kaufungen]
  • Dr. Sabine Stiehler, Leiterin Psychosoziale Beratungsstelle Studentenwerk Dresden [Dresden]
  • Elfriede Scheuring, BASTA -Bündnis für psychisch erkrankte Menschen [München]

„Die Hoffnungslosigkeit, die Dunkelheit der Seele, wo immer sie her kommen oder sitzen mag, verlangt den Erkrankten, den Angehörigen, Partnern und Freunden sehr viel ab. Sie strengt an. Je weniger Depressionen trotz der teilweise sehr ungemütlichen Empfindungen und Stimmungen um sie herum tabuisiert werden, umso mehr Kraft können auch die betroffenen Patienten und Angehörigen auf den wesentlichen Bewältigungsprozess verwenden.

Wenn das Umfeld der Patienten ähnlicher Wärme und Solidarität sicher wäre wie bei vielen körperlichen Erkrankungen, wäre den betroffenen Menschen geholfen. Da fängt für mich Toleranz an. Eine, die sich einer Herausforderung stellt, an der man als Individuum und Gesellschaft wachsen kann, ohne zu tabuisieren oder - manchmal noch respektloser – süßlich daher zu reden....“

Enno Kalisch
Schauspieler
Bonn

„In Zeiten steigender Schnelllebigkeit gaukeln wir uns permanente Makellosigkeit in allen Lebenssituationen vor! Wir bauen an einer Fassade und versuchen Schwächen und Fehler komplett aus unserem Leben zu verbannen. Wer da nicht mithält, rutscht leicht ins gesellschaftliche Abseits. Die Krankheit Depression unterliegt so noch immer einem Tabu. Ich möchte dazu beitragen, dass Menschen mit dieser Krankheit offen umgehen können und sich nicht allein gelassen fühlen müssen.“

Erik Studte
Schauspieler

"Ich bin seit 2007 selbst von Depressionen betroffen. Zumindest weiß ich seit dieser Zeit davon. Depressionen entwickeln sich nicht von heute auf morgen. Sie schleichen sich langsam ein. Selbst erfährt man es vermutlich als Letzter.

Dabei könnte sowohl dem Betroffenen als auch den Angehörigen viel Leid erspart bleiben, wenn die Möglichkeit zur Intervention frühzeitig gegeben wäre. Aber vermutlich ist es so, dass das, was niemand sehen will, auch niemand sieht.

Ich wünsche mir Offenheit im Umgang mit der Depression. Fast jeder kann offen über alle möglichen Krankheiten sprechen und erfährt sogar Interesse. Über Depressionen mag niemand reden. Das Thema Depression ist immer noch sehr mit Scham behaftet. Und dabei müssten sich in diesem Zusammenhang ganz andere Personen schämen..."

Frank Bütow
Blogger

  • Franziska Kühne, Psychotherapeutin [Berlin]

„Ich bin Patin, um mitzuhelfen, gegen die Diskriminierung an Depressionen erkrankter Mitmenschen zu kämpfen. Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie wenig Verständnis und Mitgefühl man erfährt, wenn man von dieser qualvollen Krankheit heimgesucht wird. Nicht mal in der eigenen Familie erfährt man Unterstützung. Das macht die Krankheit doppelt grausam. Es müsste viel mehr aufgeklärt werden, mehr geforscht werden und bessere Medikamente entwickelt werden, um den Erkrankten gegen die Stigmatisierung zu helfen, zumal immer mehr Menschen weltweit an Depressionen erkranken.“

Gabriela Maria Catania
Ehemalige Leiterin der Selbsthilfegruppe „Depressionen und Ängste“

Im Juli 2013 selber an Depression erkrankt. Nach 2 Monaten Aufenthalt in einer Fachklinik für Psychiatrie wurde ich im Januar wieder entlassen. Ich stand im Regen. Kein Folgehilfe, Wartezeit bis zu einem Jahr. Spontane Entscheidung von mir: nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Bad Schwalbach gründete ich die Selbsthilfegruppe Idstein-Niedernhausen-Ängste-Depressionen-Blockaden um mir und gleichgesinnten "SELBST ZU HELFEN". Mir macht die Gruppe der ich vorstehe sehr viel Spaß und hilft mir mit jedem Tag mehr wieder in die Spur zu kommen. Die Teilnehmer geben mir das Gefühl das ich eine richtige Entscheidung getroffen habe und freuen sich immer wieder auf die Gruppenabende. Es gibt sehr viel zu tun.

Gerhard Roth
GE-RO Consult-Business & Hypnosecoach

„Immer wieder erlebe ich große Dankbarkeit von ehemaligen Patienten für erfahrene medizinische und menschliche Hilfe. Depressionen sind kein Schicksal, dem man hoffnungslos ausgeliefert bleibt! Hilfe ist möglich, das Leben kann sich wieder gut sortieren. Anders zwar, aber auch mit neuen Chancen und Möglichkeiten. Das geht nur gemeinsam. Deswegen brauchen betroffene Menschen und ihre Angehörigen die Unterstützung unserer Gesellschaft. Es lohnt sich, für uns alle!“

 

Gottfried Cramer
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Leiter Kommunikation und Marketing
Klinik Hohe Mark
Oberursel

„Schätzungsweise vier Millionen Mitmenschen leiden in Deutschland an Depressionen. Oft wissen sie es nicht, oder schämen sich schlicht und ergreifend, es sich selber und ihren Angehörigen gegenüber einzugestehen.
Sie brauchen unsere Hilfe. Und dazu ist es dringend notwendig, Aufmerksamkeit zu generieren. Denn erst wenn die Symptome erkannt werden, kann die Behandlung beginnen. Helfen auch Sie mit - verschließen Sie nicht die Augen!“

 

Gregor Teicher
Sportjournalist / Moderator SKY
München

„Ich halte in vielen Fällen die Depression für den Ausdruck einer menschlichen Resignation und Ohnmacht, die sich regelmäßig vor dem lebensgeschichtlichen Hintergrund der Betroffenen und dem gesellschaftlichen Gefüge abspielt. Daher unterstütze ich die Initiative Tabubruch in der Depression.“

Hermann Galle
Praxis für Psychotherapie
Heiden

„Kein Tabu für jegliche Krankheit, auch nicht für die einer Gesellschaft!“

Ingolf Brökel
Hochschullehrer und Autor

„Es ist eine der Aufgaben eines Schriftstellers dem Seelenleben seiner Figuren nachzuspüren. Es gab aber auch mal eine Zeit, da waren die Figuren wie erstarrt. Nichts sprach mehr zu mir. Fad und farblos vergingen die Tage und plötzlich merkte ich, da waren aber schon zwei Jahre vergangen, dass ich selbst der Mensch war, der in Not ist. Da half dann nur noch sprechen und sich Hilfe holen, um sich langsam wieder an sich selbst heranzuführen. Noch heute blicke ich mit unaufhörlichem Entsetzen auf diese Jahre hinab, die ich dennoch um keinen Preis mehr missen möchte.“

Jan Peter Bremer
Schriftsteller

„Aus Angst nicht mehr ein Teil dieser Leistungsgesellschaft zu sein, steht man doch permanent unter Druck. Man soll immer und überall funktionieren und darf nie Schwäche zeigen. Dass dies auf Dauer nicht möglich ist, zeigt die anzeigende Anzahl an Betroffenen leider nur zu gut! Deswegen es ist sehr wichtig, dass sich die öffentliche Sicht Depressionen gegenüber ändert! Denn dann wird es auch für die Betroffenen leichter, sich Hilfe zu suchen.“

Jasmin von der Born
Schauspielerin

„Leider merke ich immer wieder, dass sich viele Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, verstecken – aus Angst vor der Reaktion der Gesellschaft und ihres Umfelds. Ich habe gelernt, dass es absolut keinen Grund gibt, sich als Depressiver für seine Krankheit zu schämen, und man offen mit der Erkrankung umgehen sollte. Als Buch- und Blogautor möchte ich die Gesellschaft für diese Krankheit sensibilisieren und das Stigma durchbrechen, das leider immer noch an der Depression haftet. Mein Ziel ist es, vielen Betroffenen und Angehörigen zu helfen, ihnen Mut zu machen und sie dabei zu unterstützen, den Kampf gegen die Depression erfolgreich zu Ende zu führen.“

Jochen Schulz
Autor und Blogger

"Es ist schwer zu verstehen, dass Depressionen, die jeder so gut kennt - sei es durch Trennungen oder Verlust - so stark unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit gehalten werden können. Es ist beschämend, denn eine Gesellschaft sollte ihre Mitglieder stützen und nicht allein lassen. Es ist längst Zeit für einen Wandel, für einen Bruch mit dem Tabu Depression."

Johannes Franke
Schauspieler, Komiker, Zauberer und Jongleur

"Depressionen brauchen Aufmerksamkeit. Ich wurde bereits mit vielen Facetten der Depression konfrontiert. Jene, die im frühen Tod endete und nicht erkannt wurde. Und solche, die sich durch professionelle Hilfe wieder Freude am Leben zurück geholt hat. Es ist wichtig sie zu erkennen, zu akzeptieren und zu behandeln, ob als Betroffener oder Betrachter. Als Künstler kommt man oft mit Depressionen in Kontakt. Doch ich habe die Möglichkeit, die dabei entstehenden Emotionen zu kanalisieren und künstlerisch in etwas Positives zu verwandeln."

Jülide Girisken
Schauspielerin

„Wenn man auch im unmittelbaren Umfeld mit der Krankheit Depression nicht selbst konfrontiert ist, so kann man sich doch nicht der Tatsache verschließen, wie hoffnungslos, allein und traurig depressive Menschen durch ihr Leben gehen… Wir dürfen sie nicht allein lassen, jeder kann betroffen sein und mehr und mehr Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Die Gesellschaft – WIR – die wir uns gegenseitig immer mehr abfordern, im Job, in der Familie, muss auch bereitstehen, diesen Menschen offen und hilfreich gegenüberzutreten und sie aufzufangen. Depression darf kein Tabu sein, das Schicksal von Robert Enke, von Silvia Seidel, Adolf Merckle oder von Tony Scott und all den der anderen, die keinen Ausweg aus der Krankheit fanden, sollte Mahnung genug sein.“

Katja Desens
Moderatorin RTL 104,6

„Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr Menschen fallen mir aus meinem eigenen Umfeld über die Jahre ein, die der Depression zum Opfer gefallen sind.
Deswegen setze ich mich für die Aufklärung und den Tabubruch ein. Ich hoffe, dass in Zukunft Betroffenen schneller geholfen werden kann und das Schweigen gebrochen wird.“

Kimsy von Reischach
Moderatorin
Stuttgart

"Die Erkrankung an einer Depression kann lebensbedrohlich sein. Sie führt sehr oft in absolute Einsamkeit und Rückzug, die Hilfe von außen extrem erschweren. Viele Erkrankte gehen erst zum Arzt, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist und das Leben stark beeinträchtigt. Erhalten sie dann keine erfolgreiche Behandlung, was leider sehr häufig ist, chronifiziert die Depression, das Vertrauen in die Medizin schwindet: der Depressive bleibt hoffnungslos allein zurück, verliert Arbeit und soziale Kontakte.
Damit Betroffene schneller erkennen, dass sie Hilfe benötigen und auch erwarten dürfen, muss das Stigma, das diese Krankheit verursacht, gelöscht werden.  Aufklärung tut Not, das Wissen, wie eine Depression sich äussert sowie das Verständnis darüber, dass sie behandelbar und kein Symptom eigener Schwäche ist.
Würden sich alle Depressive offen zu ihrer Erkrankung bekennen, darüber sprechen, wie es in ihnen aussieht, dann gäbe es kein Tabu - denn die Zahl der Betroffenen ist hoch - und sie steigt weiter.“

Kirsten Hass
Redakteurin und Autorin von "Schattendasein. Das unverstandene Leiden Depression"

  • Klinik Hohe Mark [Oberursel]

"Tabus zu brechen und darüber zu reden ist schwieriger als man denkt.
Aber es hilft, Probleme zu lokalisieren, von denen Depressionen stammen.
In diesem Sinne: Brich und Sprich und es verändert nicht nur Dich!"

Lennard Bertzbach
Schauspieler und Musiker
Bremen

"Die Suizidalität bei schweren Depressionen liegt bei rund 15%. Ich unterstütze das Dialogforum, weil durch den Tabubruch und bessere Aufklärung in der Bevölkerung die Erkrankung früher erkannt würde, Betroffene würden sich schneller in Behandlung begeben. Dadurch könnte die Behandlung früher einsetzen und die Mortalität von Depression gesenkt werden."

Mag. Claudia Fallmann
Klinische- und Gesundheitspsychologin
Klagenfurt

„Depression ist eine Krankheit, die tödlich verlaufen kann, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

Ein gesellschaftlich angstfreier Umgang mit dem Thema Depression würde vielen Betroffenen helfen, die ersten Anzeichen bei sich selbst zu erkennen und sich professionell helfen zu lassen. Darum ist ein Tabubruch dringend nötig, denn je früher eine Depression diagnostiziert und behandelt wird, umso besser stehen die Chancen auf Heilung.

Dies ist kein politisches Thema, das sich durch ein Kreuzchen bei der nächsten Wahl verändern ließe: Hier ist der Mut und das Engagement jedes Einzelnen im Alltag gefragt.“

Marc Sahr
Sänger der Wise Guys

„Es muss für uns alle zur Selbstverständlichkeit werden, über psychische Störungen zu sprechen. Depressionen und Angststörungen sowie damit einhergehende Begleiterkrankungen sind die häufigsten psychischen Störungen. Es kann jeden treffen.

Die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen in unserer Gesellschaft verhindert oft eine rasche Diagnose und damit eine angemessene Therapie. Depressionen sind in der Regel gut behandelbare Erkrankungen.

Wir brauchen eine offene gesellschaftliche Diskussion – es gibt Hilfe. Sprechen wir darüber!“

Marco Todesco
Präsident Angst und Panikhilfe Schweiz

Ich habe über viele Jahrzehnte Schmerzen und Symptome ertragen, für die es keine physischen Genesen gab. Nach der Diagnose des frühkindlichen Missbrauchs stürzte ich in eine Depression, die auch mit Suizidgedanken einherging. Ich hatte und habe das Glück, Unterstützung von meiner Partnerin und meinen Ärzten zu bekommen.

Durch meine Arbeit als Autorin möchte ich nun vielen Menschen Mut machen, nicht allein zu bleiben mit ihren Ängsten und Depressionen. Holen Sie sich Hilfe. Sagen auch Sie „Ja“ zu sich selbst und lassen Sie uns gemeinsam kämpfen für Toleranz in unserer Gesellschaft.

Marion Krüger
Autorin und Bloggerin

  • Matthias Rückert, Rehabilitationszentrum Stadtroda gGmbH [Gera]

„Depressive Erkrankungen können jede und jeden treffen. Mit diesem Wissen wird es hoffentlich selbstverständlicher, sich medizinische und/oder psychotherapeutische Hilfe zu holen. Wegen einer Erkrankung muss sich niemand schämen.

Warum Frauen doppelt so häufig wie Männer an einer depressiven Erkrankung leiden, ist nicht abschließend bekannt. Falsch ist auf jeden Fall, eine Depression bei Frauen ausschließlich auf „die Hormone“ zu schieben und entsprechend zu behandeln. Auch hier brauchen wir noch mehr Gendermedizin.“

Mechthild Rawert
Mitglied des Deutschen Bundestags
Berlin

„In letzter Zeit hört und liest man so viel über Menschen, die unter der Krankheit Depression leiden. Oft sind es Menschen, von denen man nie gedacht hätte, dass es ihnen schlecht geht und sie leiden. Ich versuche mir dann vorzustellen, wie schwer es für die jeweilige Person gewesen sein muss, so lange zu schweigen, wie es ist, in der Öffentlichkeit mit einer Art Maske zu leben.

Diese Krankheit begleitet auch sehr viele junge Menschen. Es darf einfach kein Tabu sein, darüber zu sprechen. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, die hinsieht und sich dem Thema annimmt. Denn ich denke, allein das wäre eine große Erleichterung für jede und jeden Betroffenen.“

Michaela Spänle
Schauspielerin

Wir machen uns stark dafür, dass Menschen mit Depressionen nicht ausgegrenzt werden. Dass sie an ihren oft zahlreichen Fähigkeiten gemessen werden und nicht an dem, wozu sie während einer Depression nicht fähig sind. Dass die Familien des erkrankten Familienmitglieds gesehen und gestärkt werden, insbesondere die Kinder. Dass durch noch mehr Öffentlichkeitsarbeit eine weitere Sensibilisierung für dieses Krankheitsbild geschaffen. Dass es gelingt eine Vernetzung im Hilfesystem zu schaffen, um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten. Dass der Leidensdruck eines depressiven Menschen nicht so groß wird, dass sein einziger Ausweg eine Selbsttötung ist.

Monika Erdmeier
Vorsitzende Seele in Not e.V.
Remscheid

„Ich bin Pate für das "Dialogforum Depression", da ich in einem Beruf arbeite, in dem ich recht häufig mit Betroffenen zu tun habe und mich selber als Betroffenen nicht ausschließen kann. Diese Krankheit verlangt nach mehr öffentlichem Interesse. Viele kreative Menschen betrachten ihre Depression als Zoll, der für ihre Kreativität gezahlt werden muss. Sie wird schön geredet und als Alibi eingesetzt. In der Presse werden Depressionen nur abgehandelt, wenn es bei Betroffenen meist schon zu spät ist oder eine kritische Selbstmedikation eingesetzt hat. Menschen, die unter Depressionen leiden, muss Mut zu einem gesunden Leben gemacht werden.“

Moritz von Zeddelmann
Schauspieler

 
 
 

„Es reicht nicht, einmal im Jahr betroffen zu sein, wenn sich ein Fußballspieler, eine Schauspielerin oder ein Politiker öffentlich aus der Deckung wagt. Deshalb unterstütze ich den Tabubruch in der Depression, damit endlich klar wird, dass wir als Gesellschaft gefordert sind. Und Gesellschaft ist jeder von uns.“

Patrick Hofmacher
Geschäftsleitung MW Malteser Werke gemeinnützige GmbH
Köln

  • Prof. Dr. Dieter Naber, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf [Hamburg]

„Depressionen sind kein unbeeinflussbares Schicksal, sondern gut behandelbare Erkrankungen. Reden wir darüber!“

Prof. Dr. med. Achim Haug
Clienia Krisenintervention Schweiz
Winterthur

  • Prof. Dr. Isabella Heuser, Charité-Campus Benjamin Franklin [Berlin]

„Nicht umsonst gibt es einen großen Unterschied zwischen den zwei Zuständen 'deprimiert sein' und 'depressiv sein'. Die Schwere der Krankheit Depression sollte unbedingt mehr Aufmerksamkeit bekommen. Auch vermeintlich glückliche und erfolgreiche Menschen unterschätzen ihren Zustand und verpassen den Gradwechsel von 'deprimiert' zu 'depressiv'.

Prävention und Hilfe sind genau hier absolut erforderlich und treten bei Depression leider noch viel zu sehr in den Hintergrund – und das, wo fast jeder Fünfte in Deutschland in seinem Leben eine Depression hat oder hatte.“

Ronja Prinz
Schauspielerin

„Depression geht uns alle an!
Nicht nur weil hierzulande knapp 4 Millionen Menschen daran leiden, sondern weil jeder von uns davon betroffen sein kann. Wir müssen lernen, mit dieser lebensbedrohlichen Krankheit anders umzugehen, sie nicht als Stigma oder Ausdruck persönlichen Versagens zu betrachten. Das ist die Voraussetzung für eine optimale Hilfe und Behandlung. Deswegen müssen wir über dieses Thema offen reden - jetzt!“

Rudy C. Meidl
Arzt / Moderator
Frankfurt a.M.

  • Sabine Weichelt, selbstständige Psychotherapeutin [Berlin]

„Das Schlimmste was man einem depressiv kranken Menschen sagen kann ist: „Reiß Dich zusammen“. Es ist genau das, was diese Krankheit nicht zulässt.
Gerade in Unternehmen ist es besonders wichtig, dass die Führungsebene besser sensibilisiert wird um Anzeichen von Depressionen und/oder Burn Out ihrer Mitarbeiter frühzeitig zu erkennen. Noch besser wäre wenn Prävention durch geregelte Arbeitszeiten, einer „Work-Life-Balance“ sichergestellt würde. Der Burn-Out und die Depression kommen meist schleichend daher. Fast immer ist es zu spät wenn wir sie erkennen. Es darf auch etwas ganz Wichtiges nicht vergessen werden: Das Stresslevel und die Vorgeschichte ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Was der eine Mitarbeiter leicht bewältigt, ist für einen Anderen zuviel. Das heisst aber nicht, dass er schlechter ist. Er muss nur anders geführt werden. Meistens ist es eher der Druck der belastet und krank macht und nicht das Arbeitsvolumen. Nicht jeder Mensch braucht Druck um gut zu arbeiten. Ich wünsche mir mehr Wissensdurst in den Unternehmen über diese Krankheitsbilder und die Prävention.“

Sandra Heim
Director of Human Resources, Hyatt Regency Düsseldorf

„Durch den Verlust eines nahestehenden Menschen bin ich vor zehn Jahren erstmals mit dem Thema Depression konfrontiert worden, damals ein absolutes Tabuthema. Nach dem Suizid eines guten Freundes im letzten Jahr musste ich erschreckt feststellen, dass sich bezüglich der Aufklärung wenig getan hat. Depression darf nicht länger stigmatisiert werden - eine Depression ist eine meist behandelbare Krankheit, für die der Betroffene nichts kann. Wegsehen und verschweigen kann tödlich sein. Wenn wir dieses Thema offen und ohne Vorurteile angehen, können wir Leben retten!“

Sarah Wild
Moderatorin / Journalistin
München

 

„Ich wünsche mir für die Betroffenen ein vielfältiges und leicht zugängliches Therapieangebot nach frühzeitiger Diagnose. Für die Angehörigen Zugang zu Information, Trost und Hilfe in engmaschig vernetzten Foren, Selbsthilfegruppen und Initiativen. Letztlich für alle. Denn Depression begegnet uns allen.“

Sebastian Schlösser
Autor „Lieber Matz, dein Papa hat ‘ne Meise“
Hamburg

  • Selbsthilfegruppe „Burnout, Angst & Depression Gasteinertal“ [St. Johann]
  • Selbsthilfegruppe Leben mit Depression und Angst [Tamsweg]

"Depression zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten und auch unter Schauspielern ist Depression keine Seltenheit.
Sich psychologische Hilfe zu holen, steht leider zu oft noch an letzter Stelle auf der To-do Liste – aus verständlichen Gründen. Aber wie in jeder Krankheit steckt auch in der Depression eine Botschaft. Es gilt, ein ungeahntes, kraftvolles Potential zu befreien!
Auch ich bin der Depression begegnet und habe wunderbare Therapeuten gefunden. Und nun werde ich nicht müde, überall zu erzählen, dass ich mit meinen Zusatzausbildungen (HP Psychotherapie und Behandlungstechniken), Menschen in depressiven Phasen zur Seite zu stehen kann."

Silke Matthias
Schauspielerin

"Das Thema Depression spielt in meiner Familie schon seit leider fast zwei Jahrzehnten eine Rolle.
Ein ständiger Schatten begleitet das Leben.
Sowohl die ärztliche als auch die Hilfe von Freunden und der Familie ist sehr beschränkt und der Weg aus der Krankheit oft langwierig.
Es bleibt zu hoffen, dass die Akzeptanz und auch das Verständnis nicht Erkrankter wachsen und somit ein Weg zur allgemeinen Besserung geschaffen wird."

Sophie Meister
Schauspielerin und Model

“Über Depression zu sprechen darf kein Tabu mehr sein, zu weitverbreitet ist dieses Phänomen. Die Betroffenen sollen sich weiterhin als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft fühlen dürfen!”

Susanne Wölfle-Handlos
Diplom Psychologin
Wien

„In einer Welt mit wachsendem Perfektionismus möchte jeder mitspielen können, um nicht unterzugehen. Wir Menschen sind aber nicht dafür geschaffen, perfekt zu sein. Die Fehlerhaftigkeit wird dann unter den Teppich gekehrt, der Schein nach außen bewahrt. Und die Seele verkümmert. Die Depression ist eine Krankheit, kein Bekloppten-Status. Jeder, der sie hat, möchte nicht in Watte gepackt werden, sondern Normalität erleben. Und jeder, der sie hat, braucht Menschen, die nicht davor flüchten.“ 

Tanja Salkowski
Autorin "sonnengrau"
Lübeck

„Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sind unbehandelt folgenreiche Störungen, welche jedoch relativ gut auf Psychotherapie ansprechen.“

Timm Boldt
Diplom Psychologe
Kolkwitz

"Für mein Empfinden sollte man wie zur Krebsvorsorge auch zur „Psycho-Vorsorge“ gehen.
Aber die  Beschäftigung mit der eigenen Seele wird bei uns immer noch belächelt und "unmännlich" ist es allemal.
Diese "Vorsorge" würde mit Sicherheit viele Depressionen, die im Verborgenen blühen und irgendwann ausbrechen, abbauen helfen.
Vor allem aber  wäre dem einzelnen Menschen garantiert ein Stück Lebensqualität geschenkt!"

 

Ursela Monn
Schauspielerin

„Es ist schon lange überfällig einen Tabubruch bei dem Thema Depression vorzunehmen. Ich habe es selbst erlebt wie hilflos sich Menschen von mir abgewendet haben, weil sie nicht wussten wie sie mit mir umgehen sollten. Ich war krank, aber mein Umfeld hat es nicht erkannt. Lange konnte ich hinter meiner Maske verbergen, dass ich einsam, traurig, starr und von Todessehnsüchten gepeinigt war. Diese Zeit ist vorbei, ich habe zurück ins Leben gefunden. Ich möchte nun dazu beitragen, dass die Öffentlichkeit aufgeklärt wird, denn kein Mensch darf sich schämen wenn er an einer depressiven Erkrankung leidet.
Es ist an der Zeit über Depressionen so zu reden wie über andere Krankheiten. Die Erkrankten brauchen Verständnis und Geborgenheit. Sie möchten zurück in ein lebenswertes Leben, aber Trauer und Schmerz sind zu stark um einen Blick für schöne Dinge zu haben. Nur wenn endlich das Schweigen gebrochen und Aufklärung betrieben wird können Erkrankte schneller und an Hilfe gelangen…welche sie so nötig haben.“

Werner Niebel
Leiter SHG Angst Panik Depressionen Odenwald / Reichelheim

„Ich weiß aus persönlichen Erfahrungen mit besten Freunden, dass es jeden treffen kann. Absolut jeden, gleich welcher intellektuellen oder ökonomischen Schicht. Krankheiten können geheilt werden. Unabdingbare Voraussetzung ist allerdings ein tabuloser Umgang. Deswegen unterstütze ich das Dialogforum Depression.“

Yves Jansen
Theaterregisseur und Autor

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