Warum Tabubruch

In vielen Fällen werden Depressionen nicht korrekt diagnostiziert und lediglich die körperlichen Begleitsymptome behandelt. Dies liegt auch daran, dass die Schwere der Erkrankung unterschätzt wird und das Thema Depression in der Öffentlichkeit häufig noch immer ein Tabu ist. Dies macht es den Betroffenen schwer, sich zu ihrer Depression zu bekennen und führt dazu, dass viele erkrankte Menschen keine angemessene Behandlung erhalten.

Die Volkskrankheit Depression gehört zu den häufigsten und folgenreichsten psychischen Erkrankungen. In Deutschland leiden ca. vier Millionen Menschen an Depressionen, weltweit sind es 120 Millionen. Laut WHO wird die Depression im Jahre 2030 die häufigste Erkrankung in den Industriestaaten sein. Depressionen haben sowohl Auswirkungen auf das Individuum und die Gesellschaft als auch auf die gesamte Volkswirtschaft.

Die Krankheit Depression ist in vielen Fällen gut therapierbar. Das lindert das individuelle Leid bei den Betroffenen und ihrem sozialen Umfeld und reduziert zugleich auch indirekte Folgekosten, z.B. durch Krankheitstage, Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung.

Werden jedoch depressive Episoden nicht korrekt diagnostiziert und entsprechend behandelt, kann das für die Betroffenen und ihr Umfeld schwerwiegende Folgen haben.

Ziel des Dialogforums Depression war es, zum besseren Verständnis von Depression beizutragen und die Öffentlichkeit über dieses komplexe Krankheitsbild und die individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen aufzuklären.

Mit verschiedenen Veranstaltungen und durch die öffentliche Positionierung für den Tabubruch durch zahlreiche Paten gelang es dem Dialogforum Depression, einem breiten Publikum die Krankheit begreiflich zu machen. Die Kombination von Lesungen oder Filmvorführungen mit wissenschaftlichen Ausführungen und den Erlebnissen Betroffener ermöglichte dazu einen Austausch, der einen kleinen Schritt auf dem Weg zum Tabubruch markiert.

Diese Website soll weiterhin als Archiv für die abgeschlossenen Aktivitäten des Dialogforums Depression dienen.

In Kooperation mit der
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